Urteile: 3-1 |

Zum Einsichtsrecht in die Patientenunterlagen des Psychotherapeuten

Landgericht Bremen | Urteil vom 25.07.2008 | Az: 3 O 2011/07

Rechtsgebiet(e): Arzthaftungsrecht


Zum Einsichtnahmerecht des Patienten in die Patientenunterlagen des Psychotherapeuten, wenn die Herausgabe der Fotokopien damit verweigert wird, es gäbe neben den Berichten an die Krankenkasse nur subjektive Aufzeichnungen, die der Therapeut wegen seines persönlichen Bezugs nicht herausgeben würde.

Das Gericht entschied, dass in diesem Fall Auskunft über den Behandlungsverlauf der psychotherapeutischen Behandlung anhand der subjektiven Aufzeichnungen zu erteilen ist, wobei der Psychotherapeut solche Passagen schwärzen oder überdecken darf, die seine subjektiven Empfindungen, Gegenübertragungen oder andere persönliche Informationen zum Gegenstand haben, die einen Blick in seine eigene Pesönlichkeit erlauben.



Anspruch auf Vorlegung der Original-Röntgenaufnahmen

OLG München | Urteil vom 19.04.2001 | Az: 1 U 6107/00

Rechtsgebiet(e): Arzthaftungsrecht
Quelle: NJW 2001, 2806


„Ein Patient hat das Recht, die Vorlegung von Original-Röntgenaufnahmen zur Einsichtnahme bei einer Person seines Vertrauens, die im Hinblick auf ihre Stellung als unabhängiges Organ der Rechtspflege eine besondere Zuverlässigkeitsgewähr bietet, zu verlangen.“



Kein Anspruch auf Vorlage der Original-Patientenakte

LG Dortmund | Beschluss vom 07.04.2000 | Az: 17 T 31/00

Rechtsgebiet(e): Arzthaftungsrecht
Quelle: NJW 2001, 2806


„Ein Anspruch auf Zusendung der Krankenunterlagen besteht grundsätzlich nicht. Es kann lediglich verlangt werden, dass Kopien bereitgehalten werden.“